EU-Kampagne "Licht ins Dunkel - Mehr Transparenz im Rohstoffhandel"


Bildquelle: Jay Butcher/Tearfund UK

Viele rohstoffreiche Länder sind gleichzeitig jene, die am stärksten von extremer Armut betroffen sind. 2012 ist ein Jahr, in dem die Europäische Union einen Beitrag dazu leisten kann, dass mehr Transparenz im Rohstoffhandel entsteht. Wenn Rohstoffkonzerne offen legen müssen, wie viel Geld sie zahlen, um sich Zugang zu Rohstoffen zu verschaffen, können Bürgerinnen und Bürger in Entwicklungsländern von ihren Verantwortungsträger Rechenschaft fordern. Allein in Afrika wird der Schaden, den Korruption anrichtet, auf jährlich 148 Milliarden US-Dollar geschätzt.1 Wenn dieses Geld für Armutsbekämpfung und nachhaltige Entwicklung eingesetzt werden würde, könnten wir die Millenniumsziele erreichen und Millionen von Menschen zu einem menschenwürdigeren Leben verhelfen.

Dieses Video zeigt am Beispiel von Sierra Leone, wie sich Christinnen und Christen sowie andere Teile der Zivilgesellschaft für mehr Transparenz und Gerechtigkeit beim Handel mit Rohstoffen engagieren. Die Einwohner dieses Landes und anderer rohstoffreicher Länder haben ein Recht darauf zu erfahren, wie viel Geld an ihre Verantwortungsträger gezahlt wird. Wir glauben, dass Transparenz und Gerechtigkeit auch Gottes Anliegen sind. Und wir glauben, dass wir als Europäerinnen und Europäer hier unseren Beitrag leisten können.

 

 

Deine Stimme zählt. Wende dich gemeinsam mit Christinnen und Christen aus ganz Europa an die Europäische Union und setze dich für mehr Transparenz beim Handel mit Rohstoffen ein:

1. Unterschreibe eine Postkarte an die EU-Ratspräsidentin
Dänemark hat aktuell die EU-Ratspräsidentschaft inne. Ende März wollen wir Tausende von Postkarten an die dänische Vertretung in Brüssel überreichen und Premierministerin Thorning-Schmidt ermutigen, das Thema Transparenz im Rohstoffhandel auf die Agenda der Europäischen Union zu setzen. Hier kannst du Karten für deine Gemeinde oder Gruppe bestellen. Führe die Aktion mit Hilfe unseres Materials in deiner Gemeinde durch und schicke die Postkarten bis zum 9. März 2012 an: Micha-Initiative Deutschland, Karl-Liebknecht-Str. 59, 04275 Leipzig. Vielen Dank. Vertiefende Informationen zum Thema findest du unter dem Menüpunkt "Hintergrund".

2. Schicke deutschen Europa-Abgeordneten eine Email
Der Rechtsauschuss der Europäischen Union ist das entscheidende Gremium für die Erarbeitung von Richtlinien im Rohstoffsektor. Beteilige dich an dieser Email-Aktion und wende dich an die deutschen Mitglieder des Europäischen Parlaments (MdEP), welche diesem Ausschuss angehören. Wir haben einen Text vorformuliert, den du direkt unterschreiben, aber bei Bedarf auch gern persönlich verändern kannst. Wenn du eine Antwort eines MdEP erhältst, lass uns bitte wissen (einfach eine Email an: info@micha-initiative.de). Auch an dieser Aktion nehmen Christinnen und Christen aus ganz Europa teil.

 

[1] Smith, Pieth and Jorge (2007) The Recovery of Stolen Assets: A Fundamental Principle of the UN Convention Against Corruption, briefing paper